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Über die Arbeit
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Das Untersuchen von AusstellungsbesucherInnen hat sich zu einem wesentlichen Schwerpunkt meiner Arbeit entwickelt. Der Untersuchungsgegenstand umfaßt dabei das Handlungspotential der Gäste, den spielerischen Umgang mit existentiellen Themen wie Nähe - und Distanzwechsel, die Identität des Individuums mit seinem medial geprägten Verhalten zur Gruppe, Humor/Lachen, lust- oder angstmotivierte "Ja-Nein-Grenzen" und ritualisiertes Verhalten. Ich zitiere formal Aspekte/Rituale aus dem Bereich der Darstellenden Kunst (Gesang, Konzert) und der Dienstleistung (Transport/Tragen von Gästen, körperliche Nähe, Streicheleinheiten). Zitate sind Musikfragmente, Gesten und Bewegungen aus alltäglichen Wahrnehmungsbereichen, die ich "sample" - wie bereits die Musik zur Performance. Tonträger sind mein Körper als Stimmlieferant, CDs, Tapes oder Computer. Ich arbeite mit Farbräumen und "zeichne" Bewegungen in den Raum. Es entstehen akustische sowie visuelle Kompositionen und neue Rituale.
Die Ausstellungsgäste sind eingestellt auf den Konsum der Ausstellung und einer Darbietung, werden jedoch zum Gegenstand meiner Untersuchung.
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Ortrun Blase, geb. 1964, ist freie Künstlerin, lebt und arbeitet in Berlin.

Die Sängerin und Meisterschülerin der Kunstakademie Düsseldorf untersucht in Bildserien, interaktiven Performancereihen und Projekten Wahrnehmungs- und Kommunikationsprozesse, Perspektivenwechsel, Aktivitätspotentiale des Publikums, rituelle Intuitionsmuster und Aspekte der Chaostheorie.

In ihren Performancereihen arbeitet sie gezielt mit der Bewegung des Publikums und schöpft mit (Flug)bewegungen die Dreidimensionalität der Räume aus.

Sie ist ebenfalls als Dozentin für Kommunikation tätig.
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Über die Künstlerin
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Die Sängerin, Malerin und Meisterschülerin der Kunstakademie Düsseldorf arbeitet singend, schwimmend, fliegend, schwebend oder schwingend in luftiger Höh - in die sie auch schon einmal ZuschauerInnen mitnimmt -, im und unter Wasser oder auf dem Boden - mit der Zufallsgemeinschaft der anwesenden Personen zusammen.

Ortrun Blase lebt und arbeitet in Berlin - und begann vor 12 Jahren mit ihrer Performancetätigkeit, in der sie spielerisch einen Balanceakt zwischen Sensorik und Konzept sowie zwischen verschiedenen Kunstgattungen vollzieht. Die malerische Ebene ihrer Performances ist logischer Umkehrschluß aus dem Handlungsgehalt im Prozeß ihrer Malerei.

Lustmotivierte Nähe - Distanzwechsel sowohl physischer als auch kommunikativer Natur spielen in ihren Aktionen eine wesentliche Rolle - Verführung und Verweigerung und der Raum dazwischen. Gegenstand ihrer Untersuchungen ist das Zusammenspiel von Informationsfluß, rituellen Aspekten und dem Energieaustausch zwischen allen Anwesenden. Die ZuschauerInnen werden programmatisch zu TeilnehmerInnen und liefern neben ihrem Imigatinations- und Dokumentations- auch ihr Aktionspotential.

Licht- und Klang- sowie Imaginationsräume stehen in einer lustbetonten Wechselbeziehung zu den entstehenden Emotions- und Handlungsräumen aller Beteiligten, der Zufallsgemeinschaft auf Zeit.
L. Magdberg


>>Der Kreis, der die natürliche Dauer darstellt, besitzt Anschwellungen, die versuchen, die Harmonie dieser Form zu durchbrechen, welche nirgends beginnt, niemals endet und stets die ewige Wiederkehr der Dinge zum Ausdruck bringt. In den Jahrzehnten und im Wechsel von Tag und Nacht, kehrt alles mit einer berechenbaren, meßbaren Regelmäßigkeit wieder, die Teil einer Logik ist, die keine Wahrscheinlichkeit kennt, sondern von Gewißheiten lebt: daß mit dem sich neigenden Tag die Nacht heraufzieht, daß auf den Winter der Frühling folgt, das ermöglicht unwiderlegbare Wahrheiten, die man beim einfachen Blick auf die zyklische Zeit der Natur erhält. Hier gibt es keine Überraschung oder enttäuschete Erwartung, keine Hypothesen oder Ungewißheiten: dies ist der Bereich der absolutesten Evidenz.<<
Michael Onfray, Die Formen der Zeit, Berlin 1999


>> In dem, was wir sehen, steckt immer ein Punkt, von dem aus uns das Bild selbst ansieht, eine Stelle, an der wir selbst schon in das Bild eingeschrieben sind. (....) Im Bild, das ich sehe, gibt es immer einen "Fleck", wo ich "nichts sehe", gerade weil mich von dort aus das Bild selbst ansieht.< <
Slavoj Zizek, Jacques Lacans Psychoanalyse und die Medien, Berlin 1991


>>Mit der Reise ist es wie mit der Beziehung zu anderen. Die Reise als Metamorphose, als Anamorphose der Erde. Das Weibliche als Metamorphose, als Anamorphose des Männlichen. Der Transfer als Erlösung vom eigenen Geschlecht und der eigenen Kultur. Diese Form der Ausstoßung und Loslösung siegt heute über die klassische Entdeckungsreise. Eine spatiale und orbitale, vektorielle Reise, die aufgrund der Geschwindigkeit auch ein Spiel mit der Zeit ist. (...) Der Illusion der Nähe entgegen.<<
Jean Baudrillard, Tranzparenz des Bösen, Berlin 1992

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